WALCHSEE, AUSTRIA - SEPTEMBER 04: Men and Women medalist celebrate during the podium ceremony of the Challenge Triathlon Walchsee-Kaiserwinkl on September 4, 2016 in Walchsee, Austria. (Photo by Srdjan Stevanovic/Getty Images)

Favoritensiege bei der Challenge Walchsee-Kaiserwinkl 2016

Kaiserwetter am Fuße des Zahmen Kaisers. Pünktlich zum Startschuss lichtete sich der Nebel über dem Walchsee und die Sonne ließ den See in seiner ganzen Schönheit erscheinen.

Guilio Molinari (ITA) kürt sich zum Europameister

Pünktlich um 09:00 Uhr starteten die Profi Athleten ihren Bewerb. Der ehemalige deutsche Leistungsschwimmer Florian Angert kam mit einem kleinen Vorsprung aus dem Walchsee. Etwa 50 Sekunden hinter ihm eine kleine Gruppe mit den Favoriten Giulio Molinari aus Italien und dem Briten David Mcnamee. Erfreulich aus Österreichischer Sicht war auch Luis Knabl in der Gruppe.

Auf dem Rad war es Molinari der schnell Akzente setzte. Nach etwa 25 Kilometern übernahm der schnelle Italiener die Spitze von Angert. Knapp zwei Minuten zu diesem Zeitpunkt hinter der Spitze drückte Thomas Steger in seiner Paradedisziplin auf das Tempo. Bei Kilometer 60 war das Feld bereits sortiert. Molinari kam als Führender durch Walchsee mit über einer Minute Vorsprung vor Florian Angert und weiteren zwei Minuten Vorsprung vor Thomas Steger.

Nach 02:28:56 Stunden stieg Molinari als Führender vom Rad und machte sich auf den abschließenden Halbmarathon. Vier mal galt es um den Walchsee zu laufen. 90 Sekunden hinter Molinari ging Angert auf die Laufstrecke. Als bester Österreicher auf Rang Drei machte sich Thomas Steger mit knapp über drei Minuten Rückstand auf die Verfolgung. Nach der ersten Runde kündigte sich ein spannender Zweikampf um Rang Zwei an. Steger holte bereits über eine Minute auf, hatte allerdings noch eine 30-sekündige Zeitstrafe in der Penaltybox abzusitzen, da er in der Wechselzone den Laufweg abkürzte. Nach drei von vier Runden saß Steger seine Strafe ab, nachdem er bereits bis an 20 Sekunden an den Angert heran lief. Doch auf der letzten Runde konnte Steger nicht mehr zusetzen und musste sich mehrmals übergeben.

Der Sieg ging ungefährdet an Molinari vor Florian Angert und Thomas Steger. Molinari konnte seinen Triumpf im Ziel kaum in Worte fassen. „Ein Traum. Im letzten Jahr in Italien konnte ich leider nicht gewinnen, aber ich wollte unbedingt diesen Titel in Walchsee gewinnen. Aller guten Dinge sind Drei! Die Challenge Walchsee-Kaiserwinkl ist ein Wahnsinns Rennen. Ich freue mich jedes Jahr wieder auf diesen Bewerb“.

Florian Angert kann seinen Erfolg noch nicht verarbeiten „Wahnsinn! Wenn mir das jemand heute in der Früh gesagt hätte, hätte ich ihn ausgelacht. Es fühlt sich noch sehr surreal an.“

„Für mich fühlt sich der dritte Rang wie ein Sieg an. Nach meiner Zeitstrafe war es ein Kampf. Aber ich bin selbst schuld an der Zeitstrafe und freue mich riesig über den dritten Rang.“ freute sich Thomas Steger im Ziel.

Julia Gaier (GER) feiert „Heimsieg“ bei der Challenge Walchsee-Kaiserwinkl.

Der Startschuss für die Damen fiel um 09:05 Uhr. Als erste Athletin stieg die Italienerin Margie Santamaria aus dem Wasser. Nur wenige Sekunden hinter ihr bereits die Deutsche Julia Gaier, die auf dem Rad bereits nach sechs Kilometer die Führung übernahm. Hinter Gaier machten sich Kim Morrison und Lisa Hütthaler auf die Verfolgung kamen der „Lokalmatadorin“ Gaier aber nicht näher. Nach 60 Kilometern auf der wunderschönen Radstrecke konnte Gaier ihren Vorsprung auf Hütthaler bei zwei Minuten halten. Kim Morrison konnte dem hohen Anfangstempo nicht folgen und verlor weitere zwei Minuten auf Hütthaler.

Julia Gaier führte das Feld als Führende in die zweite Wechselzone. Ihr Vorsprung auf Lisa Hütthaler betrug bereits über vier Minuten. Weitere zwei Minuten dahinter folgte die Dänin Maja Stage-Nielsen, die fast zeitgleich mit Kim Morrison den Halbmarathon in Angriff nahm. Nach knapp 10 Kilometern überlief Stage-Nielson Hütthaler und setzte sich auf Rang Zwei. Bei traumhaften Bedingungen ließ sich Gaier den Sieg nicht mehr nehmen. Für Gaier war es nach 2012 der zweite Europameisterschaftstitel. Hinter Gaier holte sich „Danish Dynamite“ Stage-Nielsen Rang Zwei vor Lisa Hütthaler.

Starke Leistungen zeigten auch die Age Grouper Damen aus Österreich. Simone Kumhofer und Simone Fürnkranz liefen in die Top 10.